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Was ist eigentlich ein magisches
Quadrat? Eine einfache Definition besagt, dass es hierfür die
Summe der Zeilen, Spalten und Diagonalen die selbe Summer ergeben muss.
Im Beispiel links ist dies die 15. Natürlich darf jede Zahl
nur ein einziges Mal eingesetzt werden. Wie fast immer in der
Kunstsprache der Mathematik gibt es unterschiedliche Wege, um ein
solches Quadrat zu konstruieren.
Wenn man die verwendeten Zahlen addiert, erhält man folgende
Lösung: 1+2+3+4+5+6+7+8+9=45. 45 ist also die
Gesamtssummen aller verwendeten Zahlen. Die mittlere Summe
dreier Zahlen aus unserem Vorrat lässt sich einfach
berechnen: 45:3=15.
Daraus ergibt sich die magische Zahl 15 unseres Quadrates. Ein zweiter
Weg führt über den mittleren Summanden. Aus der Reihe
von 1 bis 9 ist dies die 5. Dreimal addiert führt sie
ebenfalls auf die magische 15.
Für das magische Quadrat mit der Ordnung 3x3 gibt es eine Reihe von Lösungen. Das Bild links zeigt das Lo-Shu-Quadrat. Man erhält es, wenn man die Eckzahlen links oben und rechts unten vertauscht, und die Zahlen in der Mitte jeder Außenseite. Lediglich die 5 in der Mitte muss ihren Platz behalten. Diese Voraussetzung hat im westlichen Kulturkreis Adam Riese im 16. Jahrhundert beschrieben. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die arabischen Ziffern das umständliche römische System endgültig ablösten. Das Abendland war dem Osten in der Mathematik eine lange Zeit unterlegen. Über den chinesischen Gelehrten Lo Shu gibt es einige Legenden, wahrscheinlich hat er aber im 5. oder 4. Jahrhundert vor Christus gelebt, also nach der Zeit des griechischen Mathematikers und Zahlenmystikers Pythagoras.


Das Lo- Shu - Quadrats verfügt nicht nur über die selbe Summe in den Zeile, Spalten und Diagonalen, auch die geraden und ungeraden Zahlen sind in besonderer Weise geordnet.