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Die weltweit verbreiteten
Meeresschildkröten sind
auch auf Galapagos anzutreffen. Als hervorragend an das Leben im
Wasser angepasste Tiere können sie sehr weite Distanzen
zurücklegen. Man zählt insgesamt sieben Arten mariner
Schildkröten. Einige von ihnen werden bis zu 2 Meter
groß, wiegen 500 kg erreichen mit ihren kräftigen
Vorderbeine eine Spannweite von bis zu 3 Metern.
Die
ausdauerstarken Tiere halten sich in punkto Geschwindigkeit
zurück. Als Nahrung verwenden sie hauptsächlich
Algen,
Schwämme und Seegras, daneben auch Quallen, Schwämme
und kleinere Fische. Auch Krebse stehen auf ihrem Speiseplan. Ihre
Lebenserwartung kann nicht ganz mit den
Riesenschildkröten auf dem Festland von Galapagos mithalten,
sie beträgt "nur" rund 100
Jahre. Für das Ausbrüten der Nachkommen suchen sich
die
Weibchen einen Strand, in dem sie eine Kammer ausheben. Mit bis zu 150
Eiern wird sie gefüllt. Nach dem Zuschaufeln der
Eikammer kehrt die frischgebackene Mutter wieder ins Meer
zurück. Die Sonne übernimmt den Brutvorgang.
Interessant ist die Auswirkung der Temperatur auf das Geschlecht. Bei
Bruttemperaturen bis 29,9 Grad entstehen männliche,
darüber weibliche Nachkommen.

Seehunde sind auch auf den Galapagosinseln heimisch. Sie gehören trotz ihres unschuldigen Aussehens zu den Raubtieren, denn ihre Ernährung besteht aus Fischen und anderen Meeresbewohneren. Sie werden bis zu 100 kg schwer und bis zu 2 m lang. Als Säugetiere müssen sie regelmäßig an die Wasseroberfläche, um Luft zu tanken. Dabei holen sie sich einen größeren Luftvorrat, den sie im Wasser sparsam einsetzen. Für das Tauchen ändern sie den Energiehaushalt ihres Körpers wie die Meeresiguane. Sie senken die Frequenz ihres Herzschlages ab. Auf diese Weise verbrauchen sie weniger Energie und können länger unter Wasser bleiben.

So unbeholfen sich der Seehund an Land bewegt, so flink und wendig ist er im Wasser. Seine Schwanzflosse ist ideal für das schnelle Tauchen. Zusätzlich zu seinen an das Wasser angepassten Augen erleichtern ihm seine Sinneshaare (Vibrissen) die Eigenbewegung und das Aufspüren der Beute. Äußerst empfindlich ist das Gehör. Wie ein Schiffsecholot sendet das Tier akustische Signale aus. Anhand der Reflexionszeit vom Meeresgrund kann der Seehund die Distanz zu einem Hindernis oder einem größeren Tier feststellen und einen groben Umriss bilden. Die Paarungszeit der Seehunde ist im Sommer. Die Eier der Kuh werden im Wasser befruchtet und ruhen anschließend 3 Monate im Bauch (Keimruhe), bis die Jungen des vorangegangenen Wurfs eigenständig sind. Nach einer weiteren, der eigentlichen Tragzeit von 8 Monaten werden die Nachkommen an Sandbänken, Stränden oder im Schutze von Klippen zur Welt gebracht.

Das Letzte Foto dieses Kurses mutet sehr bedrohlich an, zeigt aber keinen menschenfressenden Hai, sondern das für die Unterwasserfotografie völlig ungefährliches Exemplar aus der Gruppe der Riffhaie. Solange sie sich nicht provoziert fühlen, scheuen die Tiere den Menschen. Ansonsten sind die Fleischfresser bei ihrer Beute nicht wählerisch, sie jagen sogar andere kleine Haie und Rochen. Krebse und Langusten gehören ebenfalls zu ihrem Speiseplan. Beheimatet sind die Riffhaie nicht nur auf den Galapagosinseln, sondern in vielen tropischen Gewässer der Erde. Ihren Namen verdanken sie den Korallenriffen, wo man sie beim Tauchen vorzugsweise antreffen kann.