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Der
Meeresiguan oder Meeresleguan (Amblyrhynchus cristatus) ist auf dem
gesamten Archipels beheimatet. Er
unterscheidet sich aber je nach Insel in Farbe und
Größe. Das
Bild links stammt von der Insel Santa Cruz, wo die schwarz und rot
gefärbten Tiere eine mittlere Größe
erreichen. Auf der der Insel Isabela erreichen sie die
maximale
Größe von 130 cm beim Männchen. Das
Weibchen ist wie auch beim Landiguan sehr viel kleiner.
Die
Lebenserwartung liegt bei ungefähr 30
Jahren. Paarungszeit ist von Dezember bis Januar. Das
Weibchen legt 1-6
Eier, die ungefähr 95 Tage lang ausgebrütet
werden. Die Jungen sind gleich nach der Geburt
selbständig und ernähren sich zunächst von
den Algen oberhalb der Wasserlinie. Geschlechtsreif werden die
Männchen mit 6 bis 8, die Weibchen schon mit 3 bis 5 Jahren.
Bevorzugte
Aufenthaltsorte sind Wasser und Felsküsten, aber auch
Strände und Mangrovengebiete.
Das Aussehen der Landiguane erinnert uns unwillkürlich an die Dinosaurier. Allerdings sind sie keine direkten Abkömmlinge, sondern besitzen lediglich gemeinsame Vorfahren. Immer noch ist es ein Rätsel, wie die Iguane das Galápagosarchipel erreichen konnten, denn eine Landverbindung zwischen dem submarinen Gebirgsspitze und einem Kontinent hat niemals existiert. Eine plausible Theorie geht davon aus, dass sie treibende Bäume als Transportmittel benutzt haben.

Die Meeresiguane sind
hoch spezialisiert. Durch das Tauchen nehmen sie zwangsweise Meeressalz
auf, was sie in kristalliner Form über eine Drüse an
der Nase wieder ausscheiden. Die Tiere tauchen bis zu 20
Meter tief und könnnen bis zu einer Stunde unter Wasser
bleiben. Dabei
regulieren sie ihren Kreislauf über das Verlangsamen der
Herzschlagfrequenz.
Bei diesem Vorgang verringert sich die
Körpertemperatur der wechselwarmen Tiere im Wasser von 37 auf
27 Grad. Um sich aufzuwärmen, legen sie sich danach
stundenlang
in die Sonne, bis ihre Körpertemperatur wieder auf 37 Grad
gestiegen ist. Die schwarze Hautfarbe erweist sich als
nützlich um den Vorgang zu beschleunigen.
Auch wenn das Bild rechts auf den ersten
Blick andere Assoziationen weckt: Es handelt sich keineswegs
um eine Gruppe Halbwüchsiger, die am Strand um Zerstreuung
sucht oder gar Artgenossen provozieren möchten. Die
Zusammenrottung der friedlichen Tiere ist ganz praktischer Natur, denn
die Körper wärmen sich gegenseitig in der Sonne, was
den Regenerationsprozess noch einmal beschleunigt.

Gefährdet sind die Meeresiguane vor allen Dingen in ihrer Erschöpfungsphse nach dem Tauchen. Auch ihre Brut ist nicht sicher. Die in den Sand oder Vulkanasche gelegten Eier sind eine leichte Beute für Fressfeinde. Sie selbst stellen keine Gefährdung für andere Tiere dar, ernähren sie sich doch von von Algen und Seegras. Eine Abnahme ihres Bestandes ist zudem stets nach einem starken Auftreten des Naturphänomens El Niño zu verzeichnen. Die Wasserqualität vor Galapagos wird normalerweise durch den Humboldtstrom reguliert, der kühles und nährstoffreiches Wasser an die Oberfläche des Meeres bringt. Wird diese Zufuhr durch El Niño gedrosselt wird, so verknappt sich die Nahrung für den Meeresiguan. Land- und Meeresiguanen paaren sich auch miteinander. Die Nachkommen der Kreuzungen sind selbst aber nicht mehr fortpflanzungsfähig.