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Der Iguan wird auch als Leguan oder Drusenkopf bezeichnet. Das letztere Synonym entspringt dem altdeutschen Wort Druse, was soviel wie Beule bedeutet und auf seine Schildpanzerung anspielt. Sie besteht aus kleinen, von innen nach außen gewölbten Plättchen.
Die männlichen Iguane werden bis zu 1,25 Meter lang und 7 Kilogramm schwer. Die Weibchen hingegen sind kleiner und leicher. Als Besonderheit zu den Exemplaren des Festlandes haben sie einen Schwanz, den sie bei Gefahr abwerfen. Ist der Feind dadurch irritiert, nutzen sie den Moment zur Flucht. Der Körper der Landiguane ist gelb bis braun und damit der Umgebung angepasst. Die robuste Haut ermöglicht es ihnen, sich ohne Verletzungen auf dem schroffen Felsen zu bewegen und Nahrung aufzunehmen. Die Landiguane sind Pflanzenfresser. Je nach Vegetationszone essen sie Blätter oder Früchte, aber auch die Kakteen des Archipels gehören zu ihrem Speiseplan. Die Baumzone beginnt auf Galapagos etwa bei 200, die Strauchzone bei 400-500 Metern Höhe. Dort finden sie Feigenkakteen (Opuntien). Ihre Feigen und Sprossteile sind nicht zur Ernährung, sondern auch für die Wasseraufnahme wichtig. Sie ermöglichen as Überleben der Tiere fernab von Süßwasserquellen.

Die harte Haut der Iguane
wächst mit dem Körper nicht mit und muss
daher von Zeit zu Zeit abgestoßen werden. Nach diesem Vorgang
ist das Tier besonders gefährdet. Da die darunter liegende
Schicht erst aushärten muss. Die Feinde des Iguans haben nun
ein leichtes Spiel.
Allerdings pflegt der Iguan auch freundschaftliche Beziehungen
zu artfremden Tieren. Dieses Phänomen wird von den Biologen
als Symbiose (griech. für Zusammenleben) bezeichnet.
Im Falle der Galapagos-Landiguans handelt es sich um eine Putzsymbiose,
und beteiligt sind die auf der Inselgruppe heimischen Darwinfinken
(Geospiza fuliginosa) und Spottdrosseln (Nesomimus spp.). Dabei fliegt
der Singvogel zum Iguan und springt unmittelbar vor ihm sehr
auffällig hin und her. Falls der Iguan gewillt ist,
sich reinigen sein zu lassen, streckt er alle Beine vom
Körper weg und zeigt sich dem Singvogel gegenüber
schutzlos.
Dieser kann nun am gesamten Körper nach Hautparasiten, Zecken
und anderen Schädlingen suchen und sie als eigenes
Nahrungsmittel
verwenden. Der Iguan wiederum erhält eine gründliche
Körperpflege.

Die Bestände der Landiguane wurden in der Vergangenheit immer wieder durch die Besiedelung des Archipels bedroht. Zunächst waren es Piraten, die die Tiere als Nahrungsmittel betrachtete. Später brachten Einwanderer ihre Haustiere mit, die sich auf der Insel festsetzten. Hunde, Katzen, Schweine, Esel und Ziegen verknappten das Nahrungsangebot oder sahen die Iguane selbst als Beute.
Nur durch die Aufzucht der auf der Insel Santa Cruz ansässigen Charles-Darwin-Forschungsstation konnte das Aussterben dieser Art verhindert werden. Heute sind sie wieder zahlreich auf den Inseln Isabela und Santa Cruz zu finden und nicht mehr unmittelbar in ihrer Art gefährdet.