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Seit dem 4. Jahrhundert war der
Besitz der römischen Kirche in Italien stark angewachsen.
Durch die Reformen von Papst Gregor I. wurde im 6. Jahrhundert aus den
vielen Gütern ein eigenständiges Territorium, nach
dem Apostel und Kirchengründer Petrus auch "Patrimonium Petri"
genannt.
Es strebte nach Sicherheit, Macht und Ausdehnung. Die Langobarden
reagierten mit Bedrohungen und Angriffen Pippin hatte 754 und 756 in
Begleitung seines Sohnes Karl
Feldzüge gegen die Langobarden unternommen, unternommen, um
"dem heiligen Petrus" die geraubten Gebiete zurückzugeben. Im
Jahre 768 stirbt er, ohne dass eine besonderes Schriftstück
über die beabsichtigte Gebietsübertragung bekannt
wird.
Worin die "Pippinische Schenkung"
genau besteht, ist bis heute unklar. Es existieren lediglich
spätere "Abschriften" und man kann annehmen, dass diese
deshalb angefertigt wurden, um die Gebietsübertragung im
Nachhinein zu rechtfertigen. Ein Indiz hierfür sind
Gebietslisten einer späteren Abschrift, die zahlreiche Orte
aufweisen, die erheblich über das ursprüngliche
Gebiet hinaus gehen: Korsika, Sardinien, Sizilien, Benevent, Salerno
und Neapel werden im Zusammenhang mit der Pippinischen Schenkung
erwähnt. In welcher Form diese Schenkung erfolgen sollte, ist
ebenfalls unklar:
Sollte ein weltliches Herrschaftsgebiet für
den Papst errichtet werden? Und wenn ja, welche Rechte sollte dann
für Pippin dort vorgesehen sein? Vielleicht ging es auch nicht
ein geschlossenes Gebiet, sondern "lediglich" um die Rückgabe
von Großgrundbesitz (Patrimonien) innerhalb dieser Gebiete.
Denn der Papst benötigte, nicht zuletzt nachdem er in
Süditalien Gebiete verloren hatte, neue Einkünfte.
Worin die "Pippinische Schenkung" genau besteht, ist bis heute unklar. Es existieren lediglich spätere "Abschriften" und man kann annehmen, dass diese deshalb angefertigt wurden, um die Gebietsübertragung im Nachhinein zu rechtfertigen. Ein Indiz hierfür sind Gebietslisten einer späteren Abschrift, die zahlreiche Orte aufweisen, die erheblich über das ursprüngliche Gebiet hinaus gehen: Korsika, Sardinien, Sizilien, Benevent, Salerno und Neapel werden im Zusammenhang mit der Pippinischen Schenkung erwähnt.In welcher Form diese Schenkung erfolgen sollte, ist ebenfalls unklar: Sollte ein weltliches Herrschaftsgebiet für den Papst errichtet werden? Und wenn ja, welche Rechte sollte dann für Pippin dort vorgesehen sein? Vielleicht ging es auch nicht ein geschlossenes Gebiet, sondern "lediglich" um die Rückgabe von Großgrundbesitz (Patrimonien) innerhalb dieser Gebiete. Denn der Papst benötigte, nicht zuletzt nachdem er in Süditalien Gebiete verloren hatte, neue Einkünfte.
Obwohl das Zustandekommen der Pippinischen Schenkung nur undeutlich rekonstruierbar bleibt, sind die Folgen für Europa erheblich. Der Papst und das Frankenreich bilden eine Pakt, bei dem Byzanz außen vor bleibt. Dabei sehen sich beide Reiche, Franken und Byzantiener, als einzige und legitime Nachfolger des Römischen Reiches. Den Höhepunkt der Feindseligkeiten zwischen den beiden christlichen Reichen markiert, gut dreieinhalb Jahrhunderte später, das Jahr 1204. Auf dem 4. Kreuzzug erobern und plündern hauptsächlich französische Ritter und Venezianer die byzantinische Hauptstadt Konstantinopel. Der Papst missbilligte dies, doch das Kreuzfahrerheeres folgt nur noch einer blinden Zerstörungswut. Das Verhältnis zwischen westlicher und östlicher Kirche bleibt für Jahrhunderte belastet.