ASTRONOMIE
Sternbild Zwillinge (Gem):

Das Sternbild Zwillinge

Das Sternbild Zwillinge befindet sich nordöstlich des markanten Orion. Besonders hell leuchten die Sterne Castor und Pollux. Zusammen mit Capella aus dem Sternbild Fuhrmann, Aldebaran aus dem Sternbild Stier, Rigel aus dem Sternbild Orion, Sirius aus dem Sternbild Großer Hund und Procyon aus dem Sternbild Kleiner Hund bilden sie das Wintersechseck. Zwar sind es nicht sechs sondern sieben Sterne, aber Castor und Pollux werden wie in der Mythologie als "Doppelsystem" gezählt. Das Sternbild Zwillinge erreicht seinen Kulminationspunkt am 4. Januar.

Beobachtungszeit:

Winter

Hellster Stern:

Beta Geminorum (Pollux)

Das Sternbild Zwillinge in der griechischen Mythologie

dibb.de
Tycho Brahe
Galileo Galilei
Johannes Kepler
Nikolaus Kopernikus

Castor und Pollux sind zwei gegensätzliche Zwillingsbrüder. Beide zwar tapfer, aber nur Pollux war genoss die Unsterblichkeit, und dies kam so:
Als Leda, die Gemahlin des Königs Tyndareus, nahm ein Bad im Fluss. Zeus erspähte die Schönheit, näherte sich in Gestlt eines prächtigen Schwanes und verführte sie. Am Abend des selben Tages wohnte Lena auch ihrem Ehemann bei, und so gebar sie einen Sohn mit göttlicher und einen mit menschlicher Vaterschaft. Schließlich verliebten sich die beiden in zwei Schwestern und wären ein glückliches Quartett geworden, wenn der Vater seine  Töchter nicht schon anderen Werbern versprochen hätte. So kam es zum Kampf und Castor wurde von einem Speer getroffen und starb. Pollux rächte sich zwar an den Feinden, aber aus Liebe zu seinem Bruder wollte er den Rest seines Lebens in der Unterwelt verbringen. Seither weilt er eine Zeit des Jahres im Hades. Die Zwillinge sind daher nur im Winter am Himmel anzutreffen. 

Die Sternbilder und ihre Mythen

Ovid
 Claudius Ptolemäus

Wichtigste mythologische Quelle sind die Metamorphosen des Ovid. Der römische Dichter sammelte die griechischen Sagen und ordnete sie jeweils einem Sternbild zu. Für die Zusammensetzung der Sternbilder steht der Astronom Claudius Ptolemäus Pate. Er forschte einst in der Wissenschaftsstadt Alexandria. Sein Sternenkatalog "Mathematische Zusammenstellung" (μαθηματική σύνταξις) wurde später unter dem Namen Almagest bekannt. Die ptolemäischen Bilder bilden auch nach fast 2000 Jahre nichts von iher Gültigkeit verloren. Sie sind ein Teil der modernen Systematik der Internationalen Astronomischen Union IAU.




Ptolemäische Sternbilder
A - K L - Z
Adler
Aql
Leier
Lyr
Altar
Ara
Löwe
Leo
Andromeda
And
Nördliche Krone
CrB
Bärenhüter
Boo
N. Wasserschlange
Hya
Becher
Crt
Orion
Ori
Zentaur
Cen
Pegasus
Peg
Delfin
Del
Perseus
Per
Drache
Dra
Pfeil
Sge
Fische
Psc
Rabe
Crv
Fluss Eridanus
Eri
Schlange
Ser
Fuhrmann
Aur
Schlangenträger
Oph
Füllen
Equ
Schütze
Sgr
Großer Bär
UMa
Schwan
Cyg
Großer Hund
CMa
Skorpion
Sco
Haar der Berenike
Com
Steinbock
Cap
Hase
Lep
Stier
Tau
Herkules
Her
Südliche Krone
Cra
Jungfrau
Vir
Südlicher Fisch
PsA
Kassiopeia
Cas
Waage
Lib
Kepheus
Cep
Walfisch
Cet
Kleiner Bär
UMi
Wassermann
Aqr
Kleiner Hund
CMi
Widder
Ari
Krebs
Cnc
Wolf
Lup
  Zwillinge
Gem