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Das Sternbild Orion ist
zweifellos das beeindruckendste der
nördlichen Hemisphäre. Seine
hell leuchtenden
Sterne sind seit Jahrtausenden Orientierungspunkte für
Seefahrer
und Quelle der Inspiration für Poeten. Markant sind die beiden
Schultersterne Beteigeuze
und Bellatrix, ebenso die beiden Kniesterne Saiph und Rigel.
Die
Gürtelsterne Alnitak, Alnilam und Mintaka bilden eine Linie.
Am Gürtel senkrecht hängt das Schwert des Orion, in
ihnen ist mit bloßem Auge der Orionnebel erkennbar.
Mit einem Fernglas zeigen sich viele weitere Objekte im Sternbild
Orion. Für eine Betrachtung des Pferdekopfnebels ist ein
Teleskop mit einer Öffnung ab 200 mm erforderlich.
Der Kulminationspunkt für das Sternbild Orion fällt
auf den 13. Dezember.
Winter
Beta Orionis (Rigel)
Der große Jäger Orion begehrte einst die schöne Merope auf der Insel Chios. Ihr Vater gab die Hand seiner Tochter unter der Bedingung, dass Orion die Insel von den gefärlichen Tieren befreien müsse. Orion erlegte daraufhin Wölfe, Bären, Stiere und andere Raubtiere. Doch ein Stier versteckte sich im Wald und wurde nicht gefunden. Meropes Vater verweigerte die Braut, worauf Orion voller Zorn alle Tiere der Erde töten wollte. Der Erdgöttin Gaia war dies nun gar nicht recht und so schickte sie ihm einen Skorpion. Sicherlich hätte er Orion getötet, doch die Jagdgöttin Artemis rettete ihn vor dem tödlichen Biss des kleinen Tieres, indem sie beide an den Himmel setzte. Dort verfolgen sie sich nun mit großer Entfernung: Orion ist ein Wintersternbild, der Skorpion nur im Sommer zu sehen. Beide gleichzeitig finden sich niemals am Firmament.
Seit 2009 neu eingerichtet ist das aphilia-forum. Neben der Astronomie und den anderen Naturwissenschaften gibt es dort die Fachbereiche Archäologie, Geschichte, Kunst, Literatur, Pädagogik, Philosophie, Sprachen und Theologie. Alle Interessierten sind zum Mitlesen und Mitmachen herzlich eingeladen. Vor dem Verfassen eigener Beiträge müssen sie sich registrieren (Name und Kennwort wählen).
Wichtigste mythologische Quelle sind die Metamorphosen des Ovid. Der römische Dichter sammelte die griechischen Sagen und ordnete sie jeweils einem Sternbild zu. Für die Zusammensetzung der Sternbilder steht der Astronom Claudius Ptolemäus Pate. Er forschte einst in der Wissenschaftsstadt Alexandria. Sein Sternenkatalog "Mathematische Zusammenstellung" (μαθηματική σύνταξις) wurde später unter dem Namen Almagest bekannt. Die ptolemäischen Bilder bilden auch nach fast 2000 Jahre nichts von iher Gültigkeit verloren. Sie sind ein Teil der modernen Systematik der Internationalen Astronomischen Union IAU.
| Ptolemäische Sternbilder | |
|---|---|
| A - K | L - Z |
| Adler Aql |
Leier Lyr |
| Altar Ara |
Löwe Leo |
| Andromeda And |
Nördliche
Krone CrB |
| Bärenhüter Boo |
N.
Wasserschlange Hya |
| Becher Crt |
Orion Ori |
| Zentaur Cen |
Pegasus Peg |
| Delfin Del |
Perseus Per |
| Drache Dra |
Pfeil Sge |
| Fische Psc |
Rabe Crv |
| Fluss
Eridanus Eri |
Schlange Ser |
| Fuhrmann Aur |
Schlangenträger Oph |
| Füllen Equ |
Schütze Sgr |
| Großer
Bär UMa |
Schwan Cyg |
| Großer
Hund CMa |
Skorpion Sco |
| Haar
der Berenike Com |
Steinbock Cap |
| Hase Lep |
Stier Tau |
| Herkules Her |
Südliche
Krone Cra |
| Jungfrau Vir |
Südlicher
Fisch PsA |
| Kassiopeia Cas |
Waage Lib |
| Kepheus Cep |
Walfisch Cet |
| Kleiner
Bär UMi |
Wassermann Aqr |
| Kleiner
Hund CMi |
Widder Ari |
| Krebs Cnc |
Wolf Lup |
| Zwillinge Gem |
|