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Jupiter ist der fünfte Planet in unserem Sonnensystem. Seine Entfernung zur Sonne misst fünf Astronomische Einheiten, also das Fünffache der Distanz zwischen Erde und Sonne. Von allen Planeten ist er mit Abstand der größte, seine Masse entspricht dem 319-fachen unserer Erde. Allerdings unterscheidet er sich, wie auch die anderen die weiter außen liegenden Planeten, ganz erheblich von den vier sonnennahen. Sie sind nicht terrestrischer Natur, sondern Gasriesen ohne feste Oberflächenstruktur. Um Jupiter kreisen mehr als 60 Trabanten, und er verfügt er über ein Ringsystem aus Staubteilchen. Nach einer plausiblen Theorie stammen sie von den Jupitermonden, die ständigem Meteoriteneinschlag ausgesetzt sind. Die Ringe wurden erstmals 1979 von der Raumsonde Voyager1 fotografiert. Das Bild rechts zeigt eine Aufnahmen von der Raumsonde Cassini aus dem Jahr 200. Der schwarze Fleck ist der Schatten des Jupitermondes Europa.
Die vier größten Jupitermonde wurden 1610 von Galileo Galilei entdeckt. Wer glücklicher Besitzer eines Teleskops ist, kann Ganymed, Kallisto, Europa und Io nebst kleineren Verwandten selbst aufspüren und kommt dabei auf eine beträchtliche Anzahl. Die meisten Jupitertrabanten wurden erst in jüngerer Zeit entdeckt, und selbst in den letzten Jahren kamen noch einige hinzu. Diese Vielzahl führt dazu, dass nicht alle sofort einen Namen erhalten, sondern sich mit Nummern begnügen müssen. Zwischen dem Jupiter und der Sonne gibt es Parallelen, denn beide Himmelskörper strahlen eine eine große Menge Energie ab. Im Falle des Jupiters entsteht diese aber nicht durch die Kernfusion, also die Umwandlung von Wasserstoff zu Helium, sondern durch die Kontraktion des Gasriesen. Der schnell rotierende Jupiter wandelt seine eigene Schwerkraft zu Wärme um.
In der Atmosphäre des
Jupiters geht es turbulent zu. Winde rasen mit Geschwindigkeiten
über 500 Stundenkilometern, die Wolken sind ständig
in Bewegung, und ihre Farben wechseln von Weiß und
Orange bis Blau und Braun. Dieses Phänomen macht den Juoiter
für Hobbyastronomen interessant: Man kann von der
Erde aus
eindrucksvolle farbige Bänder beobachten. Eine
Besonderheit in der Atmosphäre des Jupiter ist auch der vor
rund 300 Jahren
entdeckte Rote Fleck, ein ovaler Wirbelsturm mit einer
Größe von 25.000 mal 12.000 Kilometern. Der Jupiter
verfügt
über ein riesiges Magnetfeld auf. Mit über 700 Millionen
Kilometern Reichweite schließt sogar den Planeten Saturn ein. Auf der
sonnenzugewandten Seite strahlt das Magnetfeld aber erheblich
schwächer ab, da es durch die Sonnenwinde "gebremst" wird. Einige
Astronomen vertreten die These, dass dieses Magnetfeld mittels der Umwandlung in
Reibungswärme auch für die vulkanischen
Aktivitäten auf dem Jupitermond Io verantwortlich ist. Auf dem
Mond Europa sind als indirekte Folge magnetischer Interferenzen
Wasserverdampfungen zu beobachten. Unser Wissen über den
größten Planeten des Sonnensystems wird
voraussichtlich im nächsten Jahrzehnt erweitert werden
können. Die NASA plant für das Jahr 2011 den Start
der Raumsonde Jupiter Polar Orbiter, ihr Kurzname ist Juno.
Nach einer fünfjährigen Reise soll die Sonde den
Riesenplaneten für ein Jahr umkreisen.